Kurz zusammengefasst
Mehr Durst, größere Urinklumpen, Gewichtsverlust, Übelkeit und weniger Appetit können frühe Anzeichen einer chronischen Nierenerkrankung sein. Blutwerte allein zeigen nicht das ganze Bild.
Was eine chronische Nierenerkrankung bedeutet
Die Nieren regulieren Wasserhaushalt, entfernen Abfallstoffe, unterstützen den Blutdruck und tragen zur Bildung roter Blutkörperchen bei. Die Erkrankung schreitet meist fort, aber Geschwindigkeit und Folgen unterscheiden sich stark.
Frühe Anzeichen
- Langsamer Gewichts- oder Muskelverlust.
- Mehr trinken und größere Urinklumpen.
- Schwankender Appetit, Übelkeit oder Erbrechen.
- Verstopfung, Austrocknung oder stumpfes Fell.
- Bluthochdruck kann plötzliche Blindheit oder neurologische Symptome verursachen.
Eine vollständige Beurteilung
Kreatinin und SDMA sind nützlich, müssen aber zusammen mit Urinuntersuchung, Proteinurie, Blutdruck, Phosphor, Kalium, Hämatokrit, Hydratation und Muskelmasse bewertet werden. Bei ausgewählten Katzen sind Bildgebung und Urinkultur angezeigt.
Behandlungsschwerpunkte
Möglich sind Nierendiät, Sicherung von Flüssigkeit und Kalorien, Kontrolle von Phosphor und Blutdruck sowie Behandlung von Proteinurie, Übelkeit, Kaliummangel, Anämie oder Infektion. Stadium und individuelle Komplikationen bestimmen den Plan.
Wann ist es dringend?
Frisst eine Katze nicht, erbricht wiederholt, wird sehr schwach, presst ohne Urinabsatz oder verliert plötzlich das Sehvermögen, ist eine rasche Untersuchung nötig.
Fazit
Regelmäßige Seniorchecks können eine Nierenerkrankung vor einer Krise erkennen. Früheres Eingreifen bedeutet oft mehr Möglichkeiten und bessere Lebensqualität.
